Nicht nur für unsere ausländischen Mitbewohner ist das Deutsche mit vielen Schwierigkeiten verbunden, sondern auch für Software aus den USA. Möchte man beispielsweise der Shell, bzw. dem Terminal Umlaute und das ‘ß’ beibringen, so braucht es dazu mehrere Anläufe.
Ganz wichtig ist es, die Grundeinstellungen des Terminals nicht zu verändern. Die Zeichenkodierung sollte auf “Unicode (UTF-8)” bleiden, ebenso das Häckchen für “Nicht-ASCII-Zeichen in Escape-Sequenzen umwandeln” – zumindest, wenn man mit tcsh oder bash arbeitet.
Die Ausgabe von Umlauten beim Befehl ls läßt sich relativ problemlos bewerkstelligen. Das Flag -v sorgt hier für Klarheit. Am besten erstellt man sich ein Alias, welches für ls immer den Befehl ls -v verwendet.
Beim Eingeben von Umlauten wird es da schon etwas kniffeliger. Hierzu definiert die Shellvariablen LANG und LC_ALL jeweils als de_DE-UTF-8. Anschließende erstellt man in Benutzerverzeichnis die Datei .inputrc und schreibt folgendes hinein:
set meta-flag on
set input-meta on
set convert-meta off
set output-meta on
set show-all-if-ambiguous on
Die Datei kann aber auch fertig herunterladen.
Nun noch das Terminal neu starten und die Umlaute sollten bei Ein- und Ausgabe erscheinen. Prolematisch ist nur die Autovervollständigung bei einem Umlauf am Wortanfang.